Öffnungszeiten

Mo - Fr 09.00 bis 18.00 Uhr
Do09.00 bis 18.00 Uhr
Sa09.00 bis 12.00 Uhr



HolzLand Hachelstein
Näherstiller Straße 51
98574 Schmalkalden

Tel.: 0 36 83 - 60 35 75
Fax: 0 36 83 - 60 25 14
info(at)holzland-hachelstein.de

Anfahrt

Zimmertür weiß lackiert

Ein Ratgeber zum Thema Innentüren

Bei der Planung und Renovierung eines neuen Hauses oder einer Wohnung gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten die Inneneinrichtung betreffend. Verschiedene Materialien, das Farbkonzept und die Stilrichtung müssen ausgesucht werden. Hier spielen nicht nur die Fußböden, Wandgestaltungen und Möbel eine große Rolle. Auch die Türen tragen maßgeblich zu einer stimmigen Atmosphäre bei. Mit einer passenden, schönen Innentür, die entweder optische Akzente setzt, oder sich harmonisch unauffällig in das Gestaltungskonzept einfügt, kann man das Ambiente seiner Wohnung beeinflussen. Da jede Tür individuell in der Gestaltung ist und wir viele Fragen zu dem Sortiment dieser Bauelemente gestellt bekommen, haben wir diesen Ratgeber verfasst. Er soll als kleiner Service ein paar Fakten zum Thema Innentüren liefern, Unsicherheiten ausräumen, Hintergründe beleuchten. Schiebetüren, Funktions- und Glastüren werden wir, um den Rahmen nicht zu sprengen, hier nicht behandeln. Ist in unserem Artikel von der Türe die Rede, bezieht sich das vor allem auf das Türblatt. Zu einer kompletten Zimmertür gehört allerdings auch noch die Zarge (der Türrahmen) oder der Blendrahmen, die Beschläge (bestehend aus Bändern, Angeln, Türklinken (meist einfach Türdrücker genannt).

Unser Text wird auf folgende Fragen eingehen:

  • Was hat es mit der Mittellage, dem Innenleben einer Tür auf sich?
  • Was sind die Unterschiede der Verschiedenen Oberflächen?
  • Was ist bei Auswahl und Kauf der Türen zu beachten?
  • Was sollte man sonst noch wissen?

Was hat es mit der Mittellage einer Tür, ihrem Innenleben auf sich?

Die Mittellage spielt eine entscheidende Rolle die Qualität einer Tür betreffend - auch, wenn diese von außen unsichtbar ist. Die wichtigsten verschiedenen, sich am Markt befindenden Varianten der Türmittellage werden nachfolgend beleuchtet: 

Wabe/Verbund Mittellage

Der Preis- und Qualitätseinstieg. Die Mittellage besteht aus einer vertikal angeordneten Wabenstruktur aus gestärkter Pappe. Diese Konstruktion ist einfach und billig. Eine Tür mit Wabenmittellage ist stoß-, druck- und beslastungsempfindlich. Wärme- oder Schalldämmung sind quasi nicht, beziehungsweise nur in sehr geringem Maße gegeben. Eingesetzt werden Innentüren mit Wabe vor allem, wenn keine Anforderungen erfüllt werden müssen, es um den günstigsten Preis geht.

Ihr Flächengewicht beträgt pro m² ungefähr 8 kg.

Röhrenspanstreifen Mittellage

Um einiges robustere Mittellage als Wabe/Verbundsystem. Bei einer Tür mit Röhrenspanstreifen werden gelochte Streifen von Spanplatten eingesetzt. Der Streifenaufbau senkt Gewicht und Materialaufwand. Diese Streifen sitzen horizontal in einem Abstand von ein paar Zentimetern als in der Tür. So erreicht eine Innentür mit einer Röhrenspanstreifenmittellage eine um einiges höhere Stabilität als die der Wabe. Schall- und Wärmedämmung sind ein wenig, allerdings nicht wesentlich besser.

Ihr Flächengewicht beträgt ungefähr 12 kg/m².

Röhrenspanplatte Mittellage

Die Röhrenspanplatte kann man sich als eine komplette Spanplatte, die von oben bis unten mit durchgängigen Röhren durchzogen ist, vorstellen. Die Röhren dienen wieder der Reduzierung von Gewicht und Materialeinsatz. Sie ist allerdings im Gegensatz zu den Röhrenspanstreifen nicht nur durch Stege und Luftraum aufgebaut sondern durchgängig. Ihre Stabilität ist so wesentlich höher. Auch im Bereich des Schall- und Wärmeschutzes schneidet eine durchgängige Röhrenspanplatte um einiges besser als Wabe oder Röhrenspanstreifen ab. Die Röhrenspanmittellage sollte (und ist) bei hochwertigen Innentüren der Standard sein. Weil der Preisunterschied einer solchen Innentür zur Tür mit Röhrenspanstreifen sehr niedrig ist, ist es empfehlenswert diesen Aufbau zu verwenden.

Ihr Flächengewicht beträgt ungefähr 15 kg/m².

Vollspan Mittellage

Die Vollspanplatte ist, wie der Name schon sagt, eine durchgängig massive Spanplatte. Sie ist nochmals besser, was Schall- und Wärmeschutz angeht. Auch das Stoß- und Druckverhalten und die Belastbarkeit sind höher als bei den vorher beschriebenen Mittellagen. Der Einsatz einer Vollspanplatte ist bei einer "normalen" Zimmertür selten notwendig. Durch ihren massiven Aufbau ist sie schwerer. Meist findet man Türen mit Vollspaneinlage als Wohnungseingangstüren oder Türen mit Lichtausschnitt, heißt Verglasungen, so wie in öffentlichen Gebäuden. 

Ihr Gewicht beträgt ca. 23-34 kg/m². (Dreiteilige statt zweiteiliger Bänder gehören i.d.R. zur Ausstattung) 

Massivholztüren

Einen ganz und gar natürlichen Charakter hat eine massiv aufgebaute Holztüre. Sie kommt ohne Mittellagen aus, besteht durchgängig aus Massivholz. In diesem Bereich sind ganz verschiedene Gestaltungen möglich. Man kann die ganze Bandbreite an Holzarten und Stilrichtungen  ausschöpfen. Eine massive Innentür bietet gute Schall- und Wärmedämmwerte. Je nach Holzart ist sie leichter oder schwerer als eine Türe mit Voll- oder Röhrenspanplatte. 

Das Flächengewicht beträgt ab ca. 13 kg/m², wobei dies stark von Aufbau, Art und Holzart abhängig ist. 

Was sind die Unterschiede der verschiedenen Oberflächen?

Die drei oben zuerst beschriebenen Mittellagen lassen sich mit verschiedenen Türoberflächen, die hier beschrieben werden sollen, kombinieren: 

Oberfläche mit Dekorfolie

Eine Dekortüren meint, dass eine entweder uni-farbige oder in Holzmaserung gestaltete und bedruckte Folie auf eine der möglichen Mittellagen aufgebracht wird. Sie ist der Preiseinstieg, die Oberflächen betreffend, bei Innentüren. 

Oberflächen mit CPL/HPL-Beschichtung

CPL und HPL Oberflächen sind verschieden gestaltete und bedruckte Dekorfolien, die mit einer Beschichtung verpresst sind. Die CPL-Beschichtung hat eine Stärke von 0,2 mm, die HPL-Beschichtung 0,8 mm. Diese Beschichtungen machen eine Innentür weitgehend kratzfest und lassen sich ein wenig mit der Oberfläche eines Laminatbodens vergleichen. CPL-Oberflächen bieten durch ihr Herstellungsverfahren und ein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis die größte Gestaltungsvielfalt. Man bekommt CPL-Türen in unzähligen, sehr lebensechten Holzdekoren, aber auch uni-farbig und gestaltet. HPL ist die (noch) robustere Ausführung. Innentüren mit CPL/HPL-Oberfläche sind sehr widerstandsfähig und pflegeleicht. Besonders gut geeignet sind sie in Objekten oder Haushalten mit lebhaften Kindern oder Haustieren. 

Furnierte Oberflächen

Bei einer furnierten Oberfläche wird ein dünnes Echtholzfurnier auf die entsprechende Mittellage aufgebracht. Eine furnierte Innentüre bringt so die Natürlichkeit des echten Holzes in eine Wohnung. Die Möglichkeiten der Gestaltung sind sehr Vielfältig. Gibt es doch verschiedenste Holzarten, Beiztöne und Holz-Sortierungen. Eine furnierte Oberfläche kann jeden Stil abbilden. Von rustikal, über zeitlos klassisch bis zu elegant-exklusiv. Die furnierte Oberfläche wird durch hochwertige, mehrfache Lackierungen geschützt.

Weißlackoberfläche

Innentüren mit Weißlackoberflächen sind die momentane "In-Türen". Weißlackoberflächen gibt es den verschiedensten Varianten. Auch hier findet man von der glatten schlicht-eleganten über mit Intarsien oder Fräsungen gestalteten Weißlackoberfläche bis hin zur Stiltüre alles. Die Weißlackoberfläche wird bei den hochwertigen Türenmarken durch mehrfache Lackierung sauber und ebenmäßig aufgetragen und erfüllt so unsere Anforderungen an Optik und Qualität.

Massivholzoberflächen

Ein zusätzliches Furnier oder eine zusätzliche Beschichtung ist bei einer Massivholztüre natürlich nicht nötig. Einen Schutz benötigt das nach den eigenen Wünschen gestaltete Massivholz allerdings auch. So findet man im Bereich der Massivholztüren verschiedene, geölte, weiß geölte, lackierte, gelaugte und gebeizte Oberflächenvarianten. Was hier besser oder schlechter, geeigneter oder schöner ist, muss jeder für sich selbst beantworten. Die Bandbreite spiegelt die vielen unterschiedlichen Geschmäcker wider. 

Was ist bei Auswahl und Kauf der Türen zu beachten?

Zuerst einmal gilt es, eine Innentüre, die Ihnen gefällt und zu Ihrem Stil passt, zu finden. Je nachdem, was die Türe können muss, welchen Anspruch sie erfüllen muss, sollte man dann auf die "Ausstattung" achten. So kann es passieren, dass Sie in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus optisch die gleichen Türen haben, diese sich aber vom Innenleben her unterscheiden. In manchen Fällen muss es vielleicht eine Klimaklasse Tür sein, da auf den beiden Seiten der Türe unterschiedliche Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten herrschen (beachten Sie dazu den Absatz weiter unten zu den hygrothermischen Beanspruchungen). Oder Sie haben sich für die Röhrenspanmittellage entschieden, eine Tür soll aber einen Lichtausschnitt bekommen. Dann wird diese idealerweise mit einer Vollspanplatte ausgestattet sein. Weitere wichtige Punkte sind Einsatzbereich und mögliche Beanspruchungen. Bei Wunsch nach Qualität, Stabilität und einem Mindestmaß an Schall- und Wärmedämmung sollte es zumindest eine Röhrenspanmittellage sein. Legen Sie Wert auf unempfindliche, weitgehend kratzfeste Oberflächen und Pflegeleichtigkeit? Dann sind CPL und eventuell sogar HPL-Oberflächen das richtige. 

Was sollte man sonst noch wissen?

Maße von Innentüren

Für Zimmertüren gibt es, egal von welchem Hersteller, Standardmaße. Die gängigsten Normbreiten sind 610 mm, 735 mm, 860 mm und 985 mm, bei der Höhe sind es 1985 mm und 2110 mm. Hochwertige Markenhersteller bieten ihre Türen selbstverständlich auch in Sondermaßen oder ausgefalleneren Ausführungen an, um den unterschiedlichsten Raumsituationen gerecht werden zu können. Ob als raumhohe Türe, doppelflüglig, mit Oberlöichtern und Seitenteilen. Fast alles ist möglich, bis zu einem gewissen Ausmaß auch jede Größe.

Gibt es Türen mit unterschiedlicher Vor- und Rückseite?

Trennt die Innentür sehr unterschiedliche Räume, gibt es auch die Möglichkeit, Türen mit verschiedenen Oberflächen zu kaufen, z.B. Furnier in Eiche/Weißlack bei Türen zwischen Wohnzimmer und Küche; selbstverständlich ist dies auch mit verschiedenfarbigen CPL-Oberflächen möglich.

Stabiltität und Stehvermögen einer Türe bei hygrothermischen Belastungen

Herrschen auf den beiden Seiten einer Zimmertüre unterschiedliche Temperaturen und/oder Luftfeuchtigkeiten, kann es sein, dass die Türe auf diese Beanspruchung reagiert. Die in der Türe verbauten Werkstoffe verziehen sich, das Türblatt wird krumm und schließt nicht mehr richtig. Hier ist auf die passende Klimaklasse zu achten. Eine normale Zimmertüre kommt beispielsweise mit einer Klimaklasse 1 aus. Liegt der Temperaturunterschied bei zum Beispiel 10 Grad (die Luftfeuchtigkeit mal außer Acht gelassen), benötigt man schon die Klimaklasse 2. Lassen Sie sich im Bedarfsfall dazu beraten.

Dieser kleine Ratgeber konnte bestimmt nicht alle Ihre Fragen zum Thema Innentüren beantworten. Wenden Sie sich bei offenen und weitergehenden Fragen an Ihren Architekten/Handwerker, um die richtigen Innentüren zu finden. Als Holzfachmarkt und Fachhandel für Zimmertüren in Schmalkalden, nahe Meiningen, Suhl und Bad Salzungen, helfen wir Ihnen natürlich auch gerne weiter.